Jackie Thomae – Brüder

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Ich frage mich, ob das Lesen eines Romans ausreicht, um nachzuempfinden, wie das ist, mit dunkler Hautfarbe in Deutschland aufzuwachsen? Ob ein Buch diese komplizierte Gefühlslage überhaupt abbilden kann? Wenn dir zum Beispiel das, was andere in deiner Person zu sehen glauben, selber fremd ist. Wie ist das, wenn dir ein Elternteil nicht mehr mitgegeben hat, als sein Anders-Sein? Nicht mehr als krauses Haar und dunkle Haut und einen Haufen damit verbundener Probleme. Keine alternative Identität, kein Fluchtort, keine Gemeinschaft von Menschen, die so denken, fühlen und so aussehen wie man selbst. Und vor allem auch, da abwesend: keinen Halt und keine Liebe.

Ijoma Mangold hat in „Das Deutsche Krokodil“ beschrieben, wie sich das in den Siebziger Jahren in Westdeutschland angefühlt hat. Jackie Thomae hat mit dem Roman „Brüder“ die ostdeutsche Variante beigesteuert. Beide Werke vereint die Erkenntnis, dass man die angeborene Andersartigkeit nie und niemals auflösen kann. Dass deutsch zu denken, zu fühlen und zu sprechen, eine deutsche Mutter, deutsche Großeltern und ein deutscher Pass dich nicht davor bewahren, im eigenen Land schräg angeschaut zu werden. Man kann sich noch so sehr bemühen und versuchen, deutscher als deutsch zu sein, wenn 50 Prozent von dir sichtbar anders sind, wird früher oder später die Frage nach deiner Herkunft kommen. Und sicher ist, dass die für dich einzig richtige Antwort für den Fragenden immer die Falsche sein wird. Aber damit haben sich nicht nur die Protagonisten dieses Romans, Mick und Gabriel, sondern alle Deutschen mit physiognomisch sichtbarem Migrationshintergrund abgefunden – auch ich.

Ich weiß nicht, wie stark meine eigene Herkunftsgeschichte in die positive Beurteilung dieses Romans hineinspielt. Mit einem ähnlichen Background liest man ja noch viel kritischer. Ich habe aber alle geschilderten Situationen, Stimmungen und Gefühle zu einhundert Prozent authentisch und glaubwürdig empfunden. Da ist nichts zu dick aufgetragen, nichts angesichts von Rechtsruck und Flüchtlingskrise unnötig aufgebauscht. Trotzdem oder gerade deswegen ist ‚Brüder‘ ein Roman, der in unsere Zeit passt. Herkunft und Familie sind nicht umsonst die aktuellen literarischen Top-Themen, weil sie angesichts der zahlreichen globalen Konflikte, der innerpolitischen Verwerfungen und Debatten für innere Ruhe und Ausgleich sorgen. Während die Welt brennt und uns Themen wie Klimakrise, Wohnungsnot und Mobilitätswende in Atem halten, suchen wir Antworten und Trost in Dingen, die wir halbwegs überschauen können. Vater-Mutter-Kind, das ist die Urform einer sozialen Gemeinschaft – und wenn man sich anschaut, was da schon alles im Argen liegt, wen wundern da noch die Probleme im großen Ganzen? Erst wenn Toleranz, Wertschätzung und Achtsamkeit im kleinen Kreis funktionieren, kann man das auch größer ausrollen.

Unabhängig von dieser komplexe Themengemengelage hat mir das Lesen dieses Romans sehr viel Spaß gemacht. Sowohl der erste Teil mit der Geschichte von Mick, einem partyfeiernden Womanizer im hippen Berlin, als auch der zweite Teil um den funktional denkenden Gabriel, einem global agierenden Star-Architekten mit Büro in London. Beide Romanhelden stammen aus der ehemaligen DDR, beide haben unterschiedliche deutsche Mütter und den gleichen afrikanischen Vater: einen Austauschstudenten aus dem Senegal, der in der DDR studiert hat, als fertiger Mediziner wieder in sein Heimatland zurückgekehrt ist und sich einen Scheißdreck um das gekümmert hat, was vom Studium übrig blieb.

In diesem Fall sind das Mick und Gabriel mit ihren Müttern Monika und Gabriele. Alle vier wissen nichts voneinander und leben ihr Leben. Erst in den engen Grenzen des real existierenden Sozialismus, nach dem Mauerfall nur noch begrenzt durch die eigenen Möglichkeiten. Und da ist Gabriel – weniger hipp und sportlich, dafür aber wesentlich zielstrebiger als sein Halbbruder Mick – eindeutig im Vorteil. Er legt eine internationale Vorzeige-Karriere als Architekt hin, während Mick es nach vielen Irrungen und Wirrungen und Ausflügen ins Berliner Party- und Musik-Business letztlich nur als Yoga-Coach zu einem halbwegs okayen Auskommen gebracht hat. Aber darum geht es gar nicht. Wenn man ohne Vater aufgewachsen ist und so ein Herkunfts-Päckchen zu tragen hat wie Mick und Gabriel, dann zählt letztlich nur, wer im Leben weniger unglücklich wird. Und hier liefern sich beide ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Mick schließlich für sich gewinnt.

Doch eigentlich ist nichts entschieden, alles kann sich noch wandeln. Denn wir Leser verlassen die beiden Romanhelden nicht am Ende, sondern in der Mitte ihres Lebens. Ihr Vater hat sich zurückgemeldet, will nach vierzig Jahren Abwesenheit noch ein wenig Ordnung in sein Leben bringen und bemüht sich um Kontakt. Ob das tatsächlich gelingt, und sich am Ende alle wie in der RTL-Doku-Soap “Vermisst“ weinend aber glücklich in den Armen liegen, soll hier nicht verraten werden.

Ich kann diesen Roman allen nur wärmsten ans Herz legen. Er ist handwerklich perfekt gemacht und auf über 400 Seiten niemals auch nur eine Spur von langweilig. Ich konnte mich mit den Protagonistenperfekt identifizieren und auch sehr gut in die Nebenfiguren hineindenken, flog nur so durch die Seiten und fühlte mich mehr als angeregt unterhalten. Sprachlich top, authentisch, stimmig aufgebaut und zeitgeschichtlich überaus relevant. Definitiv ein Must-Read des Jahres!

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Foto: Gabriele Luger

Verlag: Hanser Berlin
416 Seiten, 23,00 €

Eugen Ruge – Metropol

3

Mein Gott ist das alles schon lang her. Die UDSSR – wer von den unter Vierzigjährigen kennt überhaupt noch diese Abkürzung? Wer weiß noch, was ein Sowjet, ein Bolschewik, die NKWD, der Warschauer Pakt oder ein Gulag war? Alles Begriffe, die in meiner Jugend tagtäglich durch die Nachrichten gingen. Und nun – alles vorbei und vergessen. Der ganze Schrecken, die Ängste, die Toten, die existenziellen Nöte von Millionen Menschen sind mit einem Fingerschnipp verschwunden. Aber im Moskauer Hotel Metropol, dem Ort, wo Ende der 1930er Jahre Eugen Ruges neuester Roman spielt, ist dieser Schrecken noch allgegenwärtig. Stalin machte damals gerade reinen Tisch, die große Parteisäuberung stand an, der hunderttausende kleine und große Funktionäre zum Opfer fielen. Keiner war mehr sicher, jederzeit konnte die NKWD an deine Tür klopfen und dich mitnehmen. Verdacht auf volksfeindliche Aktivitäten, so lautete die Anklage. Und das Urteil: Tod durch Erschießen.

Am Anfang hatte ich Probleme reinzukommen. Aber nach einiger Zeit war ich drin, konnte alle Personen zuordnen, die Geschichte nahm Fahrt auf und hat mich vollkommen eingesogen. Drei, vier Tage konnte ich nicht von diesem Buch lassen. Auf dem Weg zur Arbeit und zurück nach Hause habe ich es als Hörbuch gehört (gelesen von Ulrich Noethen!!), abends auf dem Sofa dann im gedruckten Buch weitergelesen. Und am Ende war ich genauso begeistert, wie damals im Jahr 2011 von Ruges buchpreisgekröntem Bestseller „In Zeiten des abnehmenden Lichts“.

In Metropol erzählt Eugen Ruge die Geschichte seiner Großmutter, die zusammen mit Ruges Stiefopa viele Jahre beim OMS, dem Geheimdienst der Kommunistischen Internationale gearbeitet hat und eines Tages von der KPDSU-Parteiführung ins mondäne Hotel Metropol bestellt wurde. Dort blieben sie mehr als ein Jahr, bis über ihre Angelegenheit entschieden wurde. Andere OMS-Kollegen wurden nachts aus ihren Zimmern gezogen und waren fortan verschwunden. Charlotte und Wilhelm rechnen mit dem Schlimmsten, gehen jede Nacht angezogen und mit gepackten Koffern ins Bett. Horchen auf die Geräusche auf dem Flur, bangen, beten, wachen morgens erleichtert auf und schauen, wer von den Genossen nicht mehr zum Frühstück erscheint.

Man taucht ein in die Paranoia der Funktionäre, spürt die Ohnmacht, spürt, dass man nichts machen kann, erlebt dass auch die linientreuesten Kader nicht verschont werden, dass es quasi ein Glücksspiel ist, ob man überlebt oder nicht. Also bloß nicht auffallen, nicht mit jemandem in Verbindung gebracht werden, der mit jemandem in Verbindung gebracht wird, der unter Verdacht steht. Am besten überhaupt mit niemand in Verbindung stehen. Stillhalten und hoffen. Mehr kann man nicht tun.

Wenn es einem Autor gelingt, mich als Leser so ins Setting zu ziehen, dass ich die geschilderten Stimmungen, Gefühle und Ängste, ja selbst die Kälte, den Regen und die Gerüche am eigenen Leib empfinde, hat er mehr als einen guten Job gemacht. Denn so leicht kriegt man mich normalerweise nicht. In den meisten Fällen bewahre ich mir eine gewisse kritische Distanz, bin gerne nur der Beobachter, einer der nur gucken will und nicht anfassen.

Bei diesem Buch bin ich angefasst worden: von der Brutalität zeitgeschichtlicher Ereignisse, von dem, was Menschen sich immer wieder antun, von Macht und Ohnmacht. Es hat mir mal wieder gezeigt, wie fragil alles ist – Recht, Ordnung, Ideale, das Leben. Dass der Mensch dem Menschen ein Wolf ist und doch irgendwie liebenswert. Und noch etwas hat dieser Roman gezeigt: dass Eugen Ruge ein ganz hervorragender Schriftsteller ist.

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Foto: Gabriele Luger

 

Verlag : Rowohlt
432 Seiten, 24,00 €

Hörbuch: Argon Verlag
12:29 h, gelesen von Ulrich Noethen

Katja Oskamp – Marzahn, mon amour

3

Geschichten einer Fußpflegerin. 

Ich habe eine neue Schreibtechnik erlernt. Sie nennt sich Clustern, kommt im Prinzip noch vor dem eigentlichen Schreiben zum Einsatz und funktioniert in etwa so: Man nimmt sich ein Blatt Papier und notiert in der Mitte das Wort, das einem als allererstes zu dem Thema einfällt, über das man etwas schreiben will. Und dann fügt man drumherum weitere Begriffe hinzu, die sich aus dem bereits notierten Wörtern ergeben. Ist das Blatt voll, fängt man an, richtig zu schreiben – Assoziationsketten zu verbinden, aus den Wörtern ganze Sätze zu machen.

Das erste Wort, was ich zu „Marzahn, mon amour“ aufgeschrieben habe, war „Menschenliebe“ und dann als nächstes gleich „Herzensbuch“ und „Florian“. Wie gut, dass es solch einfache Methoden gibt, denn sonst hätte ich ich gar nicht gewusst, wo ich anfangen sollte, um meine Begeisterung für dieses Buch kundzutun. Eigentlich bin ich ja alles andere als ein Menschenfreund. Doch je älter ich werde, desto mehr Respekt habe ich vor dem Leben anderer Leute. So ein Leben muss nicht besonders herausragend, die Person nicht berühmt und bedeutend sein, um beachtet zu werden und Wertschätzung zu bekommen. Eigentlich das Mindeste, was man erwarten darf, zugleich aber auch das Kostbarste und für mich nach wie eine nicht ganz so einfache Übung.

Die meisten Menschen, die in den Plattenbauten in Berlin-Marzahn leben, sind weder berühmt noch bedeutend. Sie leben ihr Leben, sind entweder mittendrin oder schon fast damit durch, haben sich durchgebissen, kommen irgendwie klar und haben allesamt Füße, die sich freuen, wenn sich mal irgendwer richtig kümmert. Kümmern tut sich die Ich-Erzählerin dieses wunderbaren Buches, eine gescheiterte Schriftstellerin, die sich zur Fußpflegerin umschulen lässt und in einem Kosmetikstudio in Marzahn anfängt. Und sie macht das nicht nur einfach so als Plan B, sondern mit Herzblut. Und plötzlich sind bei ihr alle Selbstzweifel, ist ihre ganze Lebens-Unzufriedenheit wie weggefegt. Sie arbeitet mit Menschen, spricht mit ihnen, hört zu, beschäftigt sich – mit ihren Füßen, mit ihrem Leben.

Sollte ich jemals abschätzig über die Arbeit einer Fußpflegerin geurteilt haben, so leiste ich hiermit öffentlich Abbitte. Katja Oskamp schafft es, mir dieses Berufsbild aus einer vollkommen neuen Sicht zu präsentieren. Was hier geleistet wird, ist eine echter Dienst am Menschen. Und ich glaube, auch ich wäre froh, wenn sich mit Siebzig Plus noch jemanden findet, der sich meine langweiligen Buchblogger-Geschichten anhört, während er mir die Hornhaut von den Fersen hobelt.

Damit kann schon mal ein Haken an die ersten zwei Begriffe gesetzt werden: Menschenliebe und Herzensbuch – für mich eigentlich ein Unwort, aber hier passt es. Bleibt noch Florian. Den Namen habe ich notiert, weil er mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht hat. Florian kennt man als literarischen Nerd von Instagram. Als Buchhändler ist es sein Job und als Bookstagramer sein Hobby, tagtäglich Bücher zu empfehlen. Und wenn er für einen Titel brennt, dann legt er sich richtig ins Zeug. Genau das hat er hier gemacht. Ohne seine leidenschaftliche Empfehlung wäre diese literarische Perle aus mehreren Gründen wohl komplett an mir vorübergegangen. Weil ich von Katja Oskamp noch nie etwas gehört habe, weil mich unter Garantie der Untertitel „Geschichten einer Fußpflegerin“ abgeschreckt hätte, weil im Moment wieder so eine Flut an literarischen Neuvorstellungen auf jeden ambitionierten Leser einströmt, dass solche Titel einfach untergehen.

Also warum sollte man nun ein Buch lesen, über das nicht viel gesprochen wird, wenn es kurz vor der Herbstmesse in Frankfurt so viel andere, wichtigere und interessantere Bücher gibt? Weil „Marzahn – mon amour“ in meinen Augen eines der wenigen Bücher ist, die – ohne es zu wollen – wirklich zu Herzen gehen und selbst hartgesottene Menschen wie mich zum Weinen bringen. Weil es so übervoll mit Liebe, Respekt und Verständnis ist, dass bei der Lektüre etwas auf den Leser abfärbt und einen zufrieden und dankbar hinterlässt. Mich haben die kleinen Episoden über die ganzen alten Marzahner, die sich zu ihrem monatlichen Fußpflegetermin schleppen, zum Nachdenken gebracht. Menschen wie Herr Paulke, Frau Janusch oder Herr Pietsch, die alle ihre Macken, aber immer auch etwas Liebenswertes an sich haben. Ich sollte nicht immer so vorschnell urteilen, nicht immer nur die Fehler sehen. Einfach mal zuhören, ein paar Minuten Zeit schenken, mehr braucht es nicht, um die Menschen um einen herum ein klein wenig zufriedener und  – so pathetisch es auch klingen mag – die Welt ein Stückchen besser zu machen.

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Print:

Verlag: Hanser Berlin
144 Seiten, 16,00 €

Hörbuch:
tacheles! ROOF Music
Gesprochen von der Autorin
4 h, 06 min., 9,99 €
(Im Streaming Abo von Apple-Music)

 

 

 

Friedemann Karig – Dschungel

Wie ist das eigentlich, wenn Journalisten Romane schreiben? Was darf man da erwarten? Zumindest eine gut recherchierte Story, sollte man meinen. Oder das genaue Gegenteil. Ein kreatives Fingerspiel als Ausgleich zum nüchternen Redaktionsalltag. Fiktion statt Fakten. Und wie stehen die Bosse in den Redaktionen dazu – nach Relotius und Kummer? Ist man journalistisch verbrannt, wenn man mal einen Roman geschrieben hat?

Ich weiß nicht, wieviel am Debütroman des Journalisten Karig echt und wieviel letztendlich ausgedacht ist. Ist mir auch egal – was bringt es zu wissen, ob etwas vom Autor im Protagonisten steckt? Ob Karig jemals in Kambodscha war und ob es einen Felix in seinem Leben gab? Das Wissen darum macht ein schlechtes Buch nicht besser und ein gutes nicht schlechter. Es ist einfach nur das, was einem als erstes einfällt, wenn einem nichts einfällt, man aber trotzdem irgendetwas über ein Buch sagen will oder muss.

Das werde ich also nicht thematisieren, obwohl ich es jetzt eigentlich schon getan habe. Es wäre auch gar nicht nötig, denn zu diesem Buch fällt mir eine ganze Menge ein. Zunächst einmal sei gesagt, dass dieser Roman wirklich großartig ist. Lange schon hat mich kein Titel so sehr berührt, keine Story so gefesselt. Der Dschungel nimmt dich auf, umschließt alles und hält dich gefangen. Die Außenwelt ist irgendwo da draußen, etwas wohin du am Ende der Geschichte nur sehr ungern zurückkehren wirst.

Ich war nie in Kambodscha und ich werde da wahrscheinlich auch niemals hinreisen. Und doch kenne ich jetzt einen kleinen Teil davon. Den Flughafen von Phnom Penh, ein Backpacker-Hotel, eine namenlose Insel. Wer also wie ich gerne zu Hause bleibt und lieber vom heimischen Lesesofa aus in fremde Länder reist, für den ist dieses Buch genau richtig. Zusammen mit dem Ich-Erzähler war ich überall dort auf der Suche nach Felix. Einer verzweifelten Suche, die Nadel im Heuhaufen scheint dagegen einfach zu finden. Alles ist fremd und keiner weiß irgendetwas. Doch der Ich-Erzähler gibt nicht auf, folgt jeder Fährte, sucht und sucht und verliert sich dabei selbst. Das klingt jetzt ausgelutscht, wie so ein Postkarten-Sinnspruch, ist aber so. Wie sagte Lao Tse? ‚Wer stets ohne Begehren, wird das Geheimste schauen. Wer ständig hat Begehren, erblickt nur seinen Saum.‘

Das Begehren, den besten Freund irgendwo im Dschungel zu finden, ist in diesem Fall sehr ausgeprägt. Apropos Freundschaft. Wer es als Autor schafft, so ein Allerweltsthema, den Standardbezug handelnder Personen in ausnahmslos jedem Roman, so catchy, unverbraucht und plastisch darzustellen, der kann schon was. Es ist, als wenn man die beiden persönlich kennt. Den Draufgänger und seinen schüchternen Freund: extrovertiert, introvertiert. Dass der eine eigentlich todtraurig ist, so sein will, wie der andere, war für meinen Geschmack ein bisschen zu naheliegend und profan – aber auch nur ein bisschen.

Toll ist der Wechsel zwischen den Erzählebenen, der Suche nach Felix in Kambodscha und der Retrospektive, den Erinnerungen an die gemeinsame Jahre, die Entwicklung ihrer Freundschaft. Am Ende wird es beinahe manisch. Die Ebenen vermischen sich, und es gibt ein in meinen Augen sehr gelungenes Ende, das ich so nicht erwartet hätte. Was bleibt ist die Frage, an der man auch nach dem Buch noch lange zu kauen hat: Ist man ohne seine Erinnerungen ein glücklicherer Mensch? Sind die ganzen Erlebnisse, Bindungen, Freundschaften nur Ballast auf der Seele, von dem man sich befreien sollte?

Und überhaupt – toxische Freundschaft – wo hatten wir das zuletzt? Dass einer zieht und der andere gezogen wird? Einer äußerlich stark und mutig, der andere schüchtern und in sich gekehrt? Ein komplett gegensätzliches, aber sich perfekt ergänzendes Paar. Richtig: In Mareike Fallwickls dunkelgrün fast schwarzem Debütroman gab es das. Die Freundschaft zwischen Rafael und Moritz. Und noch eine Assoziation: die Hippie-Kommune auf der namenlosen Insel mit ihren Drogen-Ritualen, Aussteiger-Philosophien, alternativen Lebensentwürfe – das alles hat mich stark an T.C. Boyles letzten Roman „Das Licht“ erinnert.

Wer also Lust auf eine vielschichtige und perfekt komponierte Erzählung hat, die letzten Romane von Fallwickl und Boyle mochte und dazu noch gerne vom gemütlichen Lesesofa aus in fremde Länder reist, der muss unbedingt auch ‚Dschungel‘ von Friedemann Karig hören oder lesen.

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Foto: Gabriele Luger

Hörbuch:
Verlag: HörbucHHamburg HHV
Sprecher Fabian Busch
10 h, 28 min, 22,00 €

Print:
Verlag: Ullstein
384 Seiten, 22,00 €

 

 

 

 

Sibylle Berg – GRM Brainfuck (Hörbuch)

1

Der mittelalte Mann sitzt in seinem Sessel und schmunzelt. Gesundheitszustand: den Umständen entsprechend. Beruf: irgendwas mit Medien. Intelligenz: durchschnittlich. Ethnie: Migrationshintergrund. Hobbys: liest Bücher.

Er hat dieses zufriedene Grinsen im Gesicht, was sich immer einstellt, wenn er ein gutes Buch gelesen oder gehört hat. Wenn Literatur ihn catched, ihn in ihren Bann zieht, seine Gedanken kapert, sich in seine Träume schmuggelt – dann, ja dann ist er glücklich, fühlt sich wohl in seiner Haut. Dabei ist das, was er da gerade gehört hat, alles andere als ein Wohlfühl-Szenario. Gegenwart 2.0, Dystopie reloaded, Schwarzmalerei in 4K. Geschrieben von einer mittelalten Autorin. Herkunft: DDR. Status: etabliert, aber keine Preise. Typ: schräger Vogel mit Hochsteckfrisur.

Er kennt die Autorin vom Hörensagen schon seit Jahren, hat aber bisher noch nie etwas von ihr gelesen. Ihren letzten Roman hat er mal seiner Mutter zum Geburtstag geschenkt. Die war empört. Wie kommst du darauf, dass mir so ein Schweinkram gefällt? Er hat nur mit den Schultern gezuckt und meinte, dass die Blogs voll des Lobes wären. Aber das muss ja nichts heißen, wie er mittlerweile weiß.

Ihr aktuelles Buch hat er vor ein paar Wochen beim Verlag als Rezensionsexemplar angefragt, aber bis heute ist es nicht angekommen. Die sind doch wohl nicht sauer wegen dem Verriss zu Bret Easton Ellis? Dessen Status: ehemaliger Kult-Autor. Gefährderpotential: alt, weiß, männlich. Letzte Buch-Veröffentlichung: grottig.

Egal, abgehakt. Dann eben GRM als Hörbuch. Ist bei diesem Titel – dessen Lektüre, wie er schon von verschiedenen Seiten gehört hat, ziemlich fordernd sein soll – wahrscheinlich eh die bessere Wahl. Und dann noch Torben Kessler und Lisa Hrdina. Zwei Sprecher, die es wirklich können. Was soll da noch schief gehen? Knapp 17 Stunden hat er sich das alles angehört, hat Hannah, Don, Peter und Karen durch ihren Alltag begleitet, genauso wie die achtjährige Nutte, den russischen Oligarchen, den MI5-Agenten und den britischen Aristrokratenspross. Und mit der Zeit sind ihm all diese kranken Protagonisten ans Herz gewachsen. Der mittelalte Mann leidet mit. Jeder Tritt in den Magen, jeder brechende Knochen tut auch ihm weh – zunächst. Doch irgendwann setzt auch bei ihm der Abstumpfungsprozess ein. Wieder einer tot, ja nun.

Sybille Bergs Opus Magnum klingt, als hätten sich Virginie Despentes, T. C. Boyle, Michel Houellebecq und Marc Uwe Kling zusammengetan, um den ultimativen Abgesang auf unsere Zeit zu schreiben. Ein furioses Sittengemälde, ein buntes Gemisch negativer Assoziationen, Interpretationen und Prognosen zu den aktuellen gesellschaftspolitischen Brandherden und als Folge all dessen: die materielle und geistige Verarmung nahezu aller Bevölkerungsschichten. Der totale Überwachungsstaat, 2.0 Maschinenmenschen ohne Stuhlgang, Love-Roboter. Aber hey – es gibt ein bedingungsloses Grundeinkommen und Karma-Punkte!

Der ganze Roman ist ein wirrer Haufen krudes Zeug, ein einziges Hin und Her, ein Flickenteppich verschiedenster Schicksale und Ideen. Ab und zu verliert man den Überblick, hat das Gefühl zu ersticken, es nicht mehr ertragen zu können. Trotzdem oder gerade deshalb ist der letzte lesende Mann schwer begeistert und kürt diesen Roman zu einem der besten Romane des Jahres.

Dystopien boomen, und das tun sie vollkommen zurecht. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass wir alle nochmal mit einem blauen Auge aus diesem aktuellen Gemengelage von Neoliberalismus, Genderwar, Migration und Rassismus, Digitalisierung, Datenflut, Brexit, Nationalismus und künstlicher Intelligenz herauskommen, ist eher gering. Und so tief wie der Karren schon im Dreck steckt – da ist sich der mittelalte Mann mit der mittelalten Autorin einig – wäre ein Happy End auch mehr als unglaubwürdig. Nein, wer noch einen Funken Verstand und Weitsicht hat, wird ahnen, dass das alles nicht gut gehen kann, dass wir Menschen so ziemlich am Ende sind. Und das nicht erst irgendwann in ferner Zukunft, sondern schon bald. In fünf oder zehn Jahren.

Und warum auch nicht? War es nicht schon immer so? Alte Ordnungssysteme lösen sich auf und etwas Neues entsteht. Was da kommen wird, an die Stelle des Jetzigen tritt und wann genau das sein wird, weiß keiner. Aber das ist auch egal, denn wir werden dabei sowieso keine Rolle mehr spielen.

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Foto: Gabriele Luger

Verlag: Argon Hörbuch
Sprecher: Torben Kessler, Lisa Hrdina
16h, 55 min, 19,95 €
Hörprobe

Print:
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
640 Seiten, 25,00 €

Alfred Döblin – Berlin Alexanderplatz

8

Da ist also dieser Franz Bieberkopf, einsachtzig groß und kräftig. Einer mit ‘nem ganz normalen Leben, das nicht immer einfach war und weiß Gott nicht nach Plan verlief. Er hat sich durchboxen müssen, das sieht man ihm an. Das hat sich in seine Gesichtszüge eingebrannt. Einen Arm hat er verloren. Und die Ida und die Mieze, die hat er auch verloren. Und am Ende hat er auch noch sich selbst verloren. Und doch ist er geblieben; als Name im Gedächtnis einer ganzen Kulturnation. So wie ein Felix Krull, ein Oskar Matzerath und irgendwann vielleicht auch ein Gereon Rath. Literarische Ikonen, Namen, die stellvertretend für etwas stehen – eine Zeit, ein Gefühl, ein Schicksal.

Man liest dieses berühmte Buch, das es einem wahrlich nicht immer einfach macht, und sieht dabei unseren Franz Bieberkopf durch Berlin staksen, die Torstraße hoch zum Rosenthaler, dann mit der Elektrischen weiter in den Wedding, auf ein paar Mollen beim Emil einkehren, sich mit dem Reinhold, der hinterlistigen Sau, an einen Tisch setzen. Man hört den beiden zu, wie sie was ausbaldowern. Irgendeine krumme Nummer, ein Einbruch, ein wenig Hin- und Hergeschiebe von Klamotten. Nichts Großes, Herr Kriminalrat, nur ein wenig Taschengeld aufbessern. Von irgendwas muss man doch leben, wenn die Zeiten schon so hart sind.

Berlin in den Goldenen Zwanzigern – das ist seit Babylon Berlin wieder total en Vogue. Doch um Döblins ‚Berlin Alexanderplatz‘, eigentlich das Standardwerk und Must-Read für alle, die sich für diese Zeit interessieren, machen die meisten einen großen Bogen. Und auch ich hatte zunächst meine Schwierigkeiten. In meinen Zwanzigern hatte ich mich schon mal daran versucht und vor ein paar Jahren dann noch einmal. Beide Male habe ich es irgendwann dran gegeben, obwohl es mir prinzipiell ganz gut gefallen hat. Aber die vielen Schwenks zu Personen, die man nicht sofort zuordnen konnte, die zahlreichen Passagen freier Assoziation, die biblischen Vergleiche, die Schlachthof-Szenen, der nicht immer stringente Handlungsverlauf – das alles bedarf eines geduldigen Lesers. Und das bin ich nicht immer.

Jetzt also ein dritter Versuch, diesmal mit Unterstützung der Hörbuchversion – einen Teil hören, einen Teil lesen – und diesmal hat es geklappt. Passagen, die ich beim Lesen überaus beschwerlich und ermüdend empfand, und weswegen ich in der Vergangenheit die Lektüre immer wieder abgebrochen habe, erschienen mir beim Zuhören nicht nur erträglich, sondern geradezu grandios. Und das lag nicht zuletzt auch an der sehr gelungenen Interpretation von Hannes Messemer, dem bereits 1991 verstorbenen Schauspieler und Hörspielsprecher, der die für diesen Roman unerlässliche ‚Berliner Schnauze‘ besonders gut beherrscht.

Und so habe ich endlich erfahren, warum dieses Werk zu den ganz großen Romanen der deutschen Literatur gehört, das wirklich jeder, der sich für gute Literatur begeistern kann, unbedingt gehört oder gelesen haben sollte. Döblin zeichnet nicht nur das beklemmende Psychogramm eines Menschen, dem es trotz aller Mühen nicht gelingt, ein anständiges Leben zu führen, es gibt auch kaum einen Berlin-Roman (und ich habe schon viele gelesen), der einen die Stadt, die Zeit und die Menschen so eindrücklich erleben lässt. Am Ende war ich wie berauscht, freute mich wie Bolle, dass ich die Hindernisse überwunden habe und tief, ganz tief einsinken konnte in die Welt des Franz Bieberkopf.

Besonders beeindruckend sind die Dialoge. Hier hat Döblin den Barlinern janz jenau uff de Schnauze jekiekt und uffjeschrieben, wie die so sabbeln. Das liest sich am Anfang etwas schwierig, aber irgendwann ist man drin und dann ist das unglaublich lebendig und authentisch und in der Hörbuchversion der reinste Genuss.

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Foto: Gabriele Luger

Print: Fischer Klassik, dtv
Taschenbuch, 560 Seiten, 12,00 Euro

Hörbuch: Deutscher Audio Verlag 2018
Gesprochen von Hannes Messemer, 12:01 h

T.C. Boyle – Das Licht (Hörbuch)

9

Ich gestehe, ich habe tatsächlich noch nie ein Buch von T.C. Boyle gelesen. Und warum das so ist, kann ich gar nicht genau sagen. Eine Zeitlang habe ich ihn mit William Boyd verwechselt, wahrscheinlich wegen dem ähnlich klingenden Nachnamen und dem Bestsellerautor-Status, den beide zweifelsohne haben. Und dann bin ich ja auch noch so ein furchtbar oberflächlicher Schubladen-Typ, der sich von Vorurteilen leiten lässt und alles und jeden nach dem ersten Anschein kategorisiert und wegsortiert. Und T.C. Boyle klang in meinen Ohren allein von Namen her immer irgendwie nach dem Pseudonym eines Trivialautors, so wie Perry Rhodan, Sidney Sheldon oder Poppy J. Anderson – also eher uninteressant.

Seit ich aber über Bücher blogge und mit vielen anderen Bloggerinnen und Bloggern vernetzt bin, ist mir natürlich aufgefallen, dass Boyle weder Boyd noch trivial ist. Ich registriere sehr wohl den Hype, der um jedes neue Buch gemacht wird, die ausverkauften Lesearenen, die stolz im Social Web präsentierten Selfies mit Buch oder Autor. Natürlich hat das mein Interesse geweckt, doch irgendwie war mir der Aufstand, der um diesen Autor gemacht wird, schon wieder ein wenig ‚too much‘, so dass ich beschloss, jetzt nicht auch noch auf diesen bereits mit Volldampf fahrenden Zug aufzuspringen.

Doch dann kam wieder alles ganz anders. An dem Umstand, dass ich bis heute noch kein einziges Boyle-Buch gelesen habe, hat sich allerdings nichts geändert. Denn „Das Licht“ habe ich nicht gelesen, sondern mir von Florian Lukas vorlesen lassen. Und diese grandiose Erfahrung hat mich innerhalb von 14 Stunden zum absoluten T.C. Boyle-Fan gemacht. Ich kann gar nicht in Worte fassen, was dieser Roman alles in mir ausgelöst hat, welch intensive Gedanken mir beim Zuhören durch den Kopf gegangen sind. Auch jetzt, eine Woche nachdem ich es beendet habe, lassen mich ‚Set und Setting‘ der Geschichte nicht los. Erst habe ich bei Google nach Bildern von Timothy Leary, Dick Alpert und dem Hitchcock-Anwesen in Millbrook gesucht, dann bei Youtube die BBC-Dokumentation „Ein Professor auf LSD“ (siehe unten) angeschaut. Danach habe ich mir das erste Beatles-Album noch mal angehört und mir auch ein paar Sitar-Sessions von Ravi Shankar reingezogen. Nur eingeschmissen habe ich mir nichts. Das brauchte ich auch nicht, denn der Roman, für den Boyle historische Fakten und Fiktion gekonnt verknüpft, hat mich allein schon total kirre gemacht.

Die Geschichte startet im Jahre 1943 in Basel, wo der beim Chemiekonzern Sandoz angestellte Grundlagenforscher Dr. Albert Hofmann den ersten Selbstversuch mit einer neuen Substanz namens Diethylamid LSD macht. Nach diesem bereits sehr stimmungsvollen Intro switched die Geschichte zwanzig Jahre weiter und landet in den 1960er Jahren in den USA, ganz konkret im Bostoner Vorort Cambridge. An der dortigen Harvard-University tritt der Psychologie-Student Fitz eine Promotionsstelle bei dem charismatischen Dr. Leary an. Leary experimentiert auf wissenschaftlicher Basis mit den psychoaktiven Substanzen Psilocybin und LSD 25, die er legal von Sandoz zu Forschungszwecken zur Verfügung gestellt bekommt. Er erforscht die Wirkung der Drogen nicht nur an studentischen Probanden, sondern in erster Linie auch an sich selbst und behauptet, dass ein einziger Trip mit diesen Substanzen ihm mehr über die menschliche Psyche verrät, als 5 Jahre Psychologie-Studium.

Leary ist eine beeindruckende Persönlichkeit und avanciert schnell zum Wissenschaftsstar, der viele Anhänger um sich schart. Auch Fitz und seine Frau Joannie werden in den inneren Kreis aufgenommen, womit sie an den regelmäßigen Drogen-Sessions teilnehmen können. Das ursprüngliche Forschungsprojekt entwickelt sich weiter, aus den Case-Studies wird eine Art Lebensentwurf. Auf Trip gehen heißt, sich selber finden, neue Dinge zu denken, neue Dinge zu sehen und in innere Sphären vorzudringen, die nie zuvor ein Mensch betreten hat. Die Gruppe um Leary und Alpert sieht sich als Entdecker neuer Welten, als Psychonauten und gilt als eine der weltweit ersten Hippie-Kommunen.

Die Beat-Generation, die Gruppe um Leary und später dann die Hippies – das alles klingt nach längst vergangenen, mittlerweile historischen Strömungen, die mit unseren heutigen Lebensrealitäten so gar nichts mehr zu tun haben. Doch an der Sehnsucht vieler Menschen nach einem selbstbestimmten und von allen Konventionen befreiten Leben hat sich auch heute nichts geändert. Und noch immer herrscht der Irrglaube vor, dass bewusstseinserweiternde Substanzen jedweder Art, der Schlüssel dazu sind. Und so faszinierend sich die Berichte vom ungezwungenen Drogen-Camp im mexikanischen Zihuatanejo mit Sonne, Meer, Margerithas und freier Liebe auch anhören – ganz besonders im Vergleich zu unseren heutigen, eher puritanisch anmutenden Lebenswelten – all diese Projekte sind gescheitert und die Leben der Protagonisten sind weder freier noch einen Deut selbstbestimmter geworden.

Und so könnte es durchaus sein, dass das Fazit der ehemaligen Psychonauten Fitz, Joannie, Ken, Nancy, Lori und Fanchon am Ende wie eine dieser Sprüche-Tafeln bei Facebook klingt: Sie haben da eine Lücke in ihrem Lebenslauf. Ja, war geil!

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Aus dem Amerikanischen übersetzt von Dirk van Gunsteren

Foto: Gabriele Luger

Hörbuch:
Der Hörverlag, Spieldauer 14 h, 25,95 €
Gelesen von Florian Lukas

Print:
Verlag: Hanser
384 Seiten, 25,00 €

Für alle, die sich Hier die BBC-Dokumentation zu Timothy Leary:

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